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Who is Viron Erol Vert?

How does a human being grasp his identity? Which sources inform him about his origin? How does he decide where he is from? How can he answer the question “Who are you?” Where does he even start? The in Berlin residing artist Viron Erol Vert is tackling these questions, by constantly collecting imagery and keeping track of his visual memory through various materials. Vert indiscriminately uses materials like paper, cloth, patterns, painting, photograph to create experiments designed to act as transformations between media. He brings together imagery, which he deems as significant for himself, to create shared relations, forms, and new possibilities. The end result are collages, designs, picturesque statues or design objects, like scarves and carpets that are made using traditional production techniques. Vert’s relation with history not only represents an identity crisis but also acts a threshold of awareness; a cosmos of imagination. History deals with the future, Viron Erol Vert deals with both. Vert virtually works as a kind of alchemist. He collects curative imagery, fascinating stories, and characters that inspired him and proceeds to compile them freely the light of his own imagination. Some visual codes are employed on strategical designs, repeated as a template to create a new miseen scene. He sincerely believes in his own tales, just like every good story teller should. In fact, he keeps a record of his own epoch, just like a vakanuvis (court historian). He does not want to forget mementos, things he has seen, and people he encountered; in a period where rapidly changing moving images fill our screens. He creates abstract narratives and records his personal history by creating handmade objects that stay true to his childhood love for symbols. Vert redefines these questions every time with different references each, employing his artistic instincts to blend his multi-cultural family background, cosmic interests, and his multi-identity stemming from living in Berlin. Vert associates his identity with what he remembers and what he has forgotten; he answers the questions about his origin with relationship he created between forms and linguistic meetings. His imagination runs deep: The flying carpet fairy tale, the mythos of King Solomon , astrological charts, religious history … he implements their hopeful signs, signals and symbols that inspire him in his works, transforming and updating them to our times.

Wer ist Viron Erol Vert?

Wie wird der Mensch seiner eigenen Identität bewusst? Welche Quellen nutzt er um seine Herkunft zu erforschen? Wie trifft man seine Entscheidungen? Wie kann er die Frage “Wer bist Du?” beantworten und wo fängt er überhaupt an? Der Berliner Künstler Viron Erol Vert analysiert diese Fragen indem er Eindrücke und Bilder sammelt und sein visuelles Gedächtnis dokumentiert. Vert verwendet verschiedene Materialien, ungeachtet ihres Wertes wie Papier, Stoff, Muster, Malerei, Fotografie um Experimente zu entwickeln die als Transformationen zwischen den Medien dienen. Er vereint Bilder, die er bedeutungsvoll betrachtet, um gemeinsame Beziehungen, Formen und neue Möglichkeiten hervorzubringen. Das Ergebnis sind Collagen, Entwürfe, bildhafte Skulpturen und Design- Objekte wie Tücher und Teppiche, die durch traditionelle Produktionstechniken hergestellt werden. Vert’s Auseinandersetzung mit Geschichte repräsentiert nicht nur eine Identitätskrise, sondern dient auch als Schwelle des Bewusstseins, als ein Kosmos der Phantasie. Die Geschichte interessiert sich für die Zukunft, Viron Erol Vert interessiert sich für beides.Vert arbeitet wie ein Alchimist. Er sammelt Abbildungen, spannende Geschichten und Charaktere die ihn inspiriert haben und setzt sie im Licht seiner eigenen Phantasie wieder zusammen. Er benutzt seine optischen Codes die er an strategischen Designs anwendet wodurch neue Vorlagen entstehen die er wiederverwendet um eine neue Kulisse zu erschaffen. So wie jeder gute Märchenerzähler glaubt er fest an seine eigenen Geschichten. Man könnte fast sagen er dokumentiert seine eigene Epoche wie ein Vakanuvis (Hofhistoriker). In einer Zeit in der schnelle, bewegte Bilder unsere Bildschirme einnehmen, will er die Dinge, Momente und Personen die er gesehen hat nicht vergessen. Aus Symbolen, an denen er treu hängt, kreiert er handgefertigte Objekte wodurch er abstrakte Darstellungen hervorbringt und seine persönliche Geschichte dokumentiert. Vert konstruiert jedesmal die Fragen aus anderen Bezügen; er kombiniert, seine multi-kulturelle Familiengeschichte, sein kosmisches Interesse und die Multi Identität die er als in Berlin lebender Mensch erlebt mit seinen künstlerischen Instinkten. Vert assoziiert
seine Identität mit seinen Erinnerungen und dem was
er vergessen hat; er beantwortet Fragen hinsichtlich seiner Herkunft durch Zusammenhänge, die er zwischen Formen und linguistischen Treffpunkten erstellt. Seine Vorstellungskraft ist grenzenlos: Das Märchen vom fliegenden Teppich, der Mythos von König Salomon, Sternkarten, die Geschichte der Religion … er verwandelt und aktualisiert deren hoffungsvolle Zeichen, Signale und Symbole, die ihn und seine Werke inspirieren, in einem zeitgenössischem Rahmen.

Text / Adnan Yildiz